Die Zauberflöte Premiere

Liebe Kolleginnen und Kollegen.
Liebe Theaterfamilie.

An erster Stelle meiner Zeilen an Euch soll natürlich das riesige „Toi Toi Toi“ stehen, das ich Euch heute wünsche!

„Die Zauberflöte“ begleitet mich seit meiner ersten Zeit am Theater. Und ich möchte nicht sagen, wie lange das her ist… aber es werden diesen Oktober vierzig Jahre.

Die wenigen Tage, die wir nun miteinander gearbeitet haben, haben gereicht, um mich wieder einmal aufgehoben in einer Theaterfamilie zu fühlen und mit Traurigkeit auf den nahenden Abschied zu blicken.
Zehn Vorstellungen sind es mit der heutigen Premiere, die wir nun noch miteinander geben.

Ich möchte Euch unbedingt für Euer Verständnis danken, das ich erbat, weil die neuen Namen, Abläufe und Interna zu verinnerlichen doch immer einige Zeit braucht.

Ich war und bin, wie bereits erwähnt, nur als Gast-Inspizient engagiert.
Trotzdem war ich bemüht, so viele von Euch kennenzulernen, wie es in der kurzen Zeit möglich war; vor allem auch neben der sehr arbeitsintensiven Zeit.

Ich danke Euch für Eure Unterstützung und hoffe, dass auch ich Euch ansatzweise eine Unterstützung war.

Da ich Dominik schon aus meiner Münchner Zeit kenne, war ich besonders glücklich, für diese Produktion gerufen worden zu sein. Ich fühlte ein besonderes Anliegen, ihm und Euch die bestmögliche Atmosphäre zu schaffen.
Ich hoffe, das ist mir etwas geglückt.

Theater und Musik zu machen, war und ist mein ganzes Leben und ich hoffe, das hat man gemerkt. Ich „brenne“ all die Jahrzehnte für diese Welt und habe nie die Sehnsucht, die unsere Arbeit antreibt, verloren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere auch über diese Zeit hier hinaus, unsere gemeinsame Arbeit in Erinnerung behalten würde. Leider war viel zu wenig Zeit, miteinander zu plaudern und sich näher kennenzulernen.
Das ist auch etwas, dass ich stets sehr bedauere an freien Mitarbeiten, so schön sie in anderen Belangen auch sein mögen.

Unglücklicherweise lässt der Stadt- und Staatstheaterbetrieb immer noch viele Dinge nicht zu, die ich viele, viele Jahre in der Freien Szene umsetzen und erleben durfte. Ein Umdenken entsteht hoffentlich irgendwann mal dadurch, dass sich die „Welt da draußen“ so fundamental verändert hat, dass Theater einfach nachziehen muss.

Nun, wie oft vor Ort gesagt: Ich würde mich so sehr freuen, Euch alle gesund und munter – auch nach den zehn Vorstellungen – wiederzusehen und auch wieder mit Euch zusammenzuarbeiten.
Wenn es Euch auch so geht, dann lasst doch – mal ganz der neuen Welt entsprechend – einfach ein „Like“ in den oberen Etagen und „kommentiert“ meine Arbeit an entsprechender Stelle.
Und sei es auch nur gerne bei mir, denn auch ich lerne noch immer gerne und höre mir Kritik an, um mich zu verbessern.

Kontakt zu mir findet Ihr, wenn Ihr mögt, über diese Seite hier.
Wenn uns einer der vielen anderen Bereiche, die ich beruflich ausübe, mal zu einer Zusammenarbeit bringt, dann hat sich unser Aufeinandertreffen allemal gelohnt.
Und Bereiche gibt es genug, da ich das Inspizient-Sein nur hie und da auslebe – meist halt nur auf „Zuruf“ – und ansonsten ja selbst als Regisseur, Ausstatter oder Fotokünstler werkel.

Jetzt habe ich lange geschrieben… und vielleicht liest der eine oder andere diese Zeilen verständlicherweise auch erst nach der Premiere.
Dennoch noch einmal: Mögt Ihr alle den großen Erfolg haben, der Euch gebührt.

Ich sage nochmal Toi Toi Toi und sende Euch herzliche Grüße
Euer Inspi Stephan

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