ARTe! 2021

Vielleicht kommen Sie direkt von der Internetseite der ARTeLink auf meine Seite. Dann freue ich mich, Ihnen ein paar Informationen geben zu können, die Sie dort auf der Kurzübersicht wahrscheinlich nicht gefunden haben.
Sie können, indem Sie auf die entsprechenden Ankerlinks klicken direkt zu den entsprechenden Absätzen springen, wenn Sie möchten.

Als ich letztes Jahr von Lübeck nach Wiesbaden gezogen war, erhielt ich über den Umweg eines Galeriebesuchs in der Innenstadt eine Einladung zu der ARTe 2020. Wir sind hingegangen und waren plötzlich Feuer und Flamme für den Versuch, unsere Werke mal der Öffentlichkeit über diesen Weg zu präsentieren. Gedacht, gesagt und schon, sobald es möglich war, getan; jedenfalls die Anmeldung. Als nächstes durchlaufen die eingereichten Werke die Prüfung einer Fachjury, die dann auswählt, wer überhaupt ausstellen darf.
Im Mai erhielten wir den Bescheid, dass wir dabei seien.
Dann sollte ich eine Biografie einreichen, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, besser sein soll. Sie ist es zwar, aber in gekürzter Form, weil es da scheinbar intern optische Regelungen gibt, die ich zwar nachvollziehen kann, die es aber schwer machen, sich ausreichend zu erklären. Daher können Sie gern hier meine vollständige Fassung, die ich eingereicht hatte, lesen:

Stephan Joachim
Biografie

Geboren in den Sechzigern als Sohn einer Ärztin und eines Pfarrers und Ägyptologen.
Stephan Joachim, geprägt von ethischen und moralischen Werten wie Gerechtigkeit und weltoffener Haltung, ist ein Künstler, der großen Wert auf handwerkliches Können und große Allgemeinbildung legt.
Er studierte Gesang, Musikwissenschaft, Komparatistik und ist im Ausbildungsberuf Theaterregisseur und -ausstatter; seit diesem Jahr studiert er wieder: Philosophie. Darüberhinaus befindet er sich in einer Weiterbildung im Bereich der Transaktionsanalyse. Seit 1997 leitet er das Ensemble jo.art, das sich auf theatralästhetische Produktionen spezialisiert hat.
Als Fotograf ist er auch spezialisiert auf Theaterfotografie. Sein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Ballettfotografie. Er begleitete Choreografien von John Neumeier, Russell Maliphant, Ray Barra, Nacho Duato, Jiří Kylián und vielen anderen weltberühmten Choreografen.

In seiner Bildsprache sucht Stephan Joachim, verschiedene Themen durch Fotografie theatralisch real abzubilden, dann mit Mitteln der Malerei, die auch die Mittel des Bühnenbild- und Kostümentwurfs sind, ästhetisch zu erläutern. Die Erfahrung als Regisseur hilft, die inneren Haltungen der Darsteller nach außen zu kehren und in einem für das Werk notwendigen Maß zu steuern.

In einer weiteren Ebene besteht der ständige Wunsch, durch die malerische Bearbeitung, eine unikatäre Werksituation zu konstituieren, die der Einmaligkeit einer Theateraufführung ähnelt, die ja auch zwar vorbestimmt, aber in Durchführung stets unberechenbar bleibt.
Und schließlich wird die Berufung auf Tradition der künstlerischen Arbeit praktiziert, indem er immer versucht, den direkten Kontakt zum Schaffensprozess zu ersehnen. Analog zu arbeiten, wann immer es möglich wird, gehört dann dazu. Aber auch, die Analogtätigkeit wie eine theatralische Zeitenwiderspiegelung zu simulieren, zu spielen, in der allein bestimmte Tätigkeiten denen alter Produktionstechniken ähneln.

Und da eben nicht nur die Malerei, auch beispielsweise die Nachahmung alter Entwicklungsvorgänge wie das Schwenken der Glasplatten unter Wasser oder das Verteilen der Chemikalien durch fließende Bewegung auf der Glasoberfläche als Choreografie im tänzerischen Sinne zu begreifen.
Die Erstarrung dessen zeigt sich als harzene anschließende Schicht aus Schellack; auch ein Signum für die tradierte Musikwiedergabe durch Schallplatten.

Der Ansicht, dass bildende Kunst abgrenzend zur darstellenden Kunst definiert wird, wobei ein tragendes Definitionsmerkmal der zeitliche Verlaufsunterschied zu sein scheint, widerspricht er ganz eindringlich. Für ihn ist es durchaus nicht möglich ein Kunstwerk der bildenden Künste, wie eine Malerei, eine Fotografie oder ähnliches, in Dialog mit einem Betrachter zu bringen, ohne dass der Zeitverlauf eine darstellende Kunstsituation evaluiert. Die Regungen im Betrachter, der ebenso als Zuschauer fungieren muss, lassen sich für ihn nur als nicht stationär beschreiben. Und schon weil das Werk hoffentlich eine Reaktion, besser noch eine Reflexion nicht nur bewirken soll, sondern in jeglicher Form auch bewirken muss, tritt eine der Begriffserklärung der darstellenden Künste immanente Situation zwangsläufig ein.

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Nun hoffen wir, auf viele Besucher der Messe, die sich an unseren Stand verirren und möglichst vor Begeisterung gleich ein, zwei Bilder dort kaufen. Wir sind direkt am Ausgang der Halle beim EC-Automaten zu finden: Stand A4.
Über die Seitenlinks hier kommen Sie auf meine Portfolioseiten der fotografischen Werke, der KunstphotographienLink und der BallettfotografienLink; wenn Sie darüberhinaus mein professionelles PortfolioLink interessiert (Hochzeit, Architektur, Roncalli etc.) dann freue ich mich über einen Besuch auch dieser Seite.

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